Fusionspläne von Bombardier sehr genau begleiten – wir fordern Arbeitsplatzerhalt und Investitionen in den Standort Dreis-Tiefenbach

Die SPD Netphen steht in engem Kontakt mit dem Betriebsrat der Firma Bombardier in Dreis-Tiefenbach, um gemeinsam mit den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern für den Standort zu kämpfen. „Bombardier ist ein großer Arbeitgeber in einer Zukunftsbranche und damit auch ein wichtiges Unternehmen für unsere Region“, sagt Steffen Löhr, Vorstandsmitglied der SPD Netphen. In einer Videokonferenz haben jetzt die Bundestagsabgeordneten Nezahat Baradari und Dirk Wiese (stellv. Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion), Landrat Andreas Müller, Vertreter der SPD Netphen und der Betriebsrat von Bombardier die möglichen Auswirkungen einer Fusion mit bzw. eine Übernahme der Firma durch den Konkurrenten Alstom besprochen. „Die Bahnindustrie ist ein Schlüsselfaktor, wenn wir im Bereich der Mobilität den CO2-Ausstoß tatsächlich reduzieren wollen, um den Klimawandel zu abzubremsen“, betonen alle Beteiligten.

Bombardier hat in Dreis-Tiefenbach 830 hochqualifizierte Arbeits- und Ausbildungsplätze.

Hier werden Drehgestelle für den nationalen und internationalen Schienenverkehr konstruiert und produziert. „Eine Übernahme durch den Konkurrenten Alstom darf auf keinen Fall bedeuten, dass dieser unter die Räder kommt“, betont Landrat Andreas Müller. Aber nicht nur die Übernahme durch Alstom birgt für die Beschäftigen ein großes Risiko, sondern auch Konzepte des Bombardier-Management, mit denen an den deutschen Standorten zahlreiche Arbeitsplätze eingespart werden sollen.

„Grundsätzlich müssen wir beobachten, dass Industrieproduktion in Deutschland zunehmend unter Druck gerät“, betonen die SPD-Vertreter: „Wir sehen die unterschiedlichsten Entwicklungen wie Übernahmen, Fusionen, Verlagerungen. Manches dient nur dazu, den Markt zu bereinigen, Technologien und Know-how ins Ausland zu transferieren – mit dem Ergebnis, dass in Deutschland Arbeitsplätze verschwinden“, so die Sozialdemokraten: „Hier sehen wir insbesondere Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier in der Pflicht. Er muss die Rahmenbedingungen so gestalten, dass Deutschland auch künftig nicht nur ein Standort für die Entwicklung, sondern auch die Produktion von Zukunftstechnologien bleibt“, mahnen die Vertreter der SPD.

„Gerade bei einer Übernahme durch Alstom, die aktuell noch durch die EU-Kartellbehörde geprüft wird, ist es von größter Wichtigkeit, dass sich Bund und Länder für die deutschen Interessen und damit auch den Standort in Dreis-Tiefenbach einsetzen“, fordern die Sozialdemokraten. Die Bundestagsabgeordneten Baradari und Wiese werden in der SPD-Bundestagsfraktion für die weitere Entwicklung bei Bombardier sensibilisieren. „Erfreulich ist, dass mittlerweile auf Ministerialeben des Bundeswirtschaftsministeriums ein Arbeitskreis gegründet wurde, der den Fusionsprozess begleiten und die Interessen der deutschen Bombardierstandorte wahren soll“, so Baradari und Wiese.

Alle Beteiligten sehen hier einen Prozess, der über die nächsten Monate enorme Wachsamkeit und große Aufmerksamkeit verlangt. Viele weitere Gespräche werden geführt werden müssen. “Wir wollen diese hochqualifizierten und guten Arbeitsplätze, aber auch die damit verbundene exzellente Ausbildung im Netpherland erhalten“, ist sich die SPD vor Ort einig und sieht sich damit im Schulterschluss an der Seite von Betriebsrat und Gewerkschaft.

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