Teil 2 unserer Sommerreise: Transportprobleme und Fachkräftemangel

Die Sommerreise der Netphener SPD-Fraktion führte zur Fa. Günther-Bau in Helgersdorf
Volle   Auftragsbücher,   eine   gute   Baukonjunktur,   eine   gute   Lage   im   Gewerbegebiet in
Helgersdorf – das war die positive Bilanz, die Firmeninhaber Werner Günther der Netphener
SPD-Fraktion beim Besuch des traditionsreichen Unternehmens geben konnte. Wären da
nicht auch die Transportprobleme für die Schwerlasten mit großen Spannweiten, die das
Werk regelmäßig verlassen – und der drückende Fachkräftemangel. „Wir erleben, dass sich
niemand   mehr   die   Hände   schmutzig   machen   will“,   so   Werner   Günther   über   die
Bewerbersituation. Und: „Unsere Leute stehen bei jedem Wetter fernab auf den Baustellen
und kommen abends erst nach Hause. Für sie sind die verlockenden Angebote der privaten
Wirtschaft und der öffentlichen Arbeitgeber oft Grund genug für einen Wechsel. Hinzu
kommen   Lohntarife   und   Sozialleistungen,   die   wir   nicht   zahlen   können.“
Die   Firma   ist erfolgreich im schlüsselfertigen Bauen, im Hoch- und Tiefbau und im Stahlbetonbau und
betreibt das eigene Betonfertigbauwerk. Das Unternehmen wurde vor 85 Jahren in Dreis-
Tiefenbach   gegründet   und   zog   1972   nach   Helgersdorf.   Die   Firma   hat   keine
Flächenprobleme,   weil   sie   rechtzeitig   dazu   gekauft   hat,   auch   auf   dem   Gelände   der
entwidmeten „Johannlandbahn“, die früher die Voraussetzung für die Industriealisierung des
Johannlandes war. Das Unternehmen macht mit 130 Beschäftigten 40 Mio. Euro Umsatz
und arbeitet mit seinen Nebenbetrieben nach wie vor nach dem Grundsatz „Alles aus einer
Hand“.   Hohe   Qualitätsstandards   und   vor   allem   das   Vertrauen   der   Stammkunden   sind
Garanten des Erfolgs. Fraktionsvorsitzender Manfred Heinz betonte die Wichtigkeit solcher
Besuche, die seit langem jährlich in der Sommerpause bei sozialen Institutionen, Vereinen,
in   den   Dörfern  und   in   den   Unternehmen   stattfinden.   „Wir   brauchen   die   Kontakte   und
Erfahrungen vor Ort, damit unsere Entscheidungen nicht im luftleeren Raum nur nach
Aktenlage stattfinden.“

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