„Glaubenskrieg“ um eine Fußgängerbrücke versachlichen

Die SPD-Fraktion Netphen fordert alle Beteiligten auf, die Diskussion um die Notwendigkeit einer Fußgängerbrücke über die Sieg unterhalb der K5-Brücke für ca. 125.000 Euro zu versachlichen und eine sachgerechte Lösung im Rahmen des Gesamtkonzepts „Neue Mitte Dreis-Tiefenbach“ bzw. „Sieg verbindet“ zu suchen. Dabei könnten neue Preisangebote bzw. eine kostengünstigere Bauweise, aber auch Zuschusslösungen sowie Spenden und Sponsoring hilfreich sein. Fakt sei aktuell, dass der zuständige Ausschuss den Brückenneubau zunächst alleinzuständig und endgültig mit 9:8 Stimmen abgelehnt habe. Wer ein anderes Ergebnis anstrebe, und dazu gehörten auch große Teile der SPD-Fraktion, müsse das Vorhaben in das Gesamtkonzept „Sieg verbindet“ des Heimatvereins und der Stadt einbinden. Das Konzept sieht einen „historischen Weg“ vom Haus Pithan über die Eisenbahnbrücke entlang der Sieg vor, der schließlich in der Siegaue mündet, wo bereits ein Großspielplatz neben dem Radweg ähnlich dem Bühlgarten in Deuz vorgesehen ist.

Die SPD schlägt vor, das Konzept um die strittige Fußgängerbrücke zu erweitern, um auch hierfür Zuschüsse zu beantragen. Das Konzept ist vom Rat sowieso zur Zuschussbeantragung vorgesehen. Im ersten Schritt war es in die zweite Priorität gerutscht zugunsten des Bewegungsparks im Netphener Freizeitzentrum. Hierfür wurden bereits rd. 900.000 Euro an Zuschüssen bewilligt. Auch bei der Fußgängerbrücke gehe es um freiwillige Leistungen, die sich die Stadt aus eigener Kraft ohne weitere Steuererhöhungen bzw. eine Neuverschuldung nicht leisten könne, so die SPD. Man sei auf eine Bezuschussung angewiesen. Äußerungen wie „Dreis-Tiefenbach hat ja die Kläranlage“ oder „Deuz und das Johannland kriegen alles“ bedeuteten einen Rückfall in alte Zeiten. Im fünfzigsten Jahr der kommunalen Neugliederung sei der Zusammenhalt aller Ortsteile wichtig. Die Entwicklung der Einkaufsmöglichkeiten sowie im Feldwasser und in der Bismarckstraße (Ärztehaus, betreutes Wohnen, 5-Gruppen-Kindergarten sowie neue Wohnungen) zeigten neben den öffentlichen Investitionen am Heckersberg, dass Dreis-Tiefenbach im Focus des Rates und der Verwaltung stehe. Das Beispiel des Heimatvereins zeige auch, dass Vereine und Initiativen zukunftsfähige Projekte anstoßen könnten. Die stark frequentierte Fußgängerbrücke aus der Wernsbach und die alte Eisenbahnbrücke dürften nicht gefährdet werden.

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