Demenzzentrum St. Anna in Netphen im Baufortschritt

Dank der Marien Gesellschaft Siegen gGmbH wird Netphen um ein wichtiges Angebot reicher: Im Obernautal, oberhalb des Freizeitbades ist ein Sonder-Seniorenzenrum für Demenzkranke im Bau. Stephan Berres, Heim- und Pflegedienstleiter, Diana Ruhmöller von der Marien Gesellschaft Siegen gGmbH und Herr Uhlendorf , Verantwortlicher des Bauherrn, empfingen eine große Delegation der Netphener SPD-Fraktion zur Besichtigung und Erläuterung des Vorhabens. Es gelang Stephan Berres sehr schnell, seine eigene Begeisterung auf die Gäste zu übertragen. Er beschrieb die vielfältige Eigenart von Demenzerkrankten und ihrer Bedürfnisse. Die Kritik des Pflegefachmannes am vorhandenen Pflegesystem und der Hinweis auf die faktische Unfinanzierbarkeit über die Pflegeversicherung sowie der  Blick auf eine zukünftig notwendige Steuerfinanzierung durften nicht fehlen. Auch die Schwerpunktsetzung im System der Umverteilung zugunsten der Menschen als Ziel Nummer 1 sprach er an. Die Betreuung und Pflege im zukünftigen Haus St. Anna, für das bereits zu Rohbauzeiten eine lange Anmeldeliste vorliegt, ist speziell konzipiert für Menschen mit Demenz. Über zwei Etagen gibt es fünf Hausgemeinschaften. Pro Hausgemeinschaft gibt es einen Wohn- und Essbereich. In jeder Hausgemeinschaft befinden sich zwischen 10 und 14 Einzelwohnräume, alle ausgestattet mit einem eigenen barrierefreien Duschbad. Das Haus wird komplett barrierefrei sein. Die großzügig gestalteten Flure, Loggien, sowie in jeder Etagenmitte ein „Boulevard“ sorgen für genügend Möglichkeiten der Begegnung, auch des Nichtbegegnens. Die zwei offen gestalteten Innenhöfe sowie der Gartenbereich sind über das Erdgeschoss von allen Seiten zu erreichen, aus dem 1. OG und 2. OG mit einem Aufzug. Das Leben findet in einer familienähnlichen Struktur statt. Es wird so viel Normalität und Eigenverantwortung wie möglich und so viel Beratung, Pflege und Hilfe wie nötig angeboten.

Der 2. Teil der Sommerreise führte die SPD-Fraktion zum Sportpark. Architekt Bernd Wiezorek führte im renovierungsbedürftigen Sportpark  durch die Baustelle der Trampolinhalle (Eröffnung im September), zum bereits neu installierten Fitness-Zentrum und in die verlassene Eishalle und den Außenbereich, für die die Stadt Netphen Zuschussanträge beim Land auf der Basis einer 7,8 Mio-Investition stellt.

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